Mittwoch, 27. August 2008




Um den Rock zu machen habe ich einfach Mikus eh schon zerlegte Hüften genommen und mit Alufolie umwickelt. Der Rock besteht aus einzelnen Fimo Streifen, die einfach zusammen gelegt wurden. Die Alufolie verhindert das zusammenbacken des Rockes an den Hüften.

...Und nun die Arme. (Wirkt noch etwas steif).


Das Schwerste sind sicherlich die Hände. Die feinen Finger sind sehr schwer zu modellieren und brechen manchmal ab. Am besten ihr klickt auf die Bilderklärung.



Hier wurde die Figur schon von der Haltung neu ausgerichtet und dabei habe ich auch schon begonnen die Zöpfe von Miku zu gestalten. Wie hier ist es natürlich eine Gute Idee sich für einige Teile eine Schablone zu erstelle, doch in meinem Fall war die Ausführung alles andere als gut.

Um die Haltung der Figur mit ausgehärteten Körperteilen nachträglich zu korrigieren, muss man die entsprechenden Teile etwas anbrechen und den Riss etwas vergrößern, indem man etwas vom Material mit dem Messer abträgt. Wenn man dass Körperteil ausgerichtet hat kann man den entstandenen Spalt mit Modelliermasse wieder Füllen und neu im Ofen aushärten lassen.


Es ist einfacher die Teile vor dem härten im Ofen so genau wie möglich zu modellieren. Ansonsten muss man die ausgehärteten Teile mit einer Feile und Messer nachbearbeiten. Aber bei sehr feinen Details wie Gesicht Haar oder gar die Hände muss man dann doch noch mal ran. Am besten geht das mit einer Minibohrmaschine. Die Einzelteile des Körpers habe ich hier durchgesägt. Das hat mehrere gründe, zum einen kann man die zerlegten Teile besser nachbearbeiten zum anderen erleichtern die Einzelteile das spätere bemalen der Figur. Man muss aber beim zersägen vorsichtig sein, da man die Teile wieder zusammenbauen muss, ohne das man später eine Stoßkante sieht.
Es ist ziemlich schwierig die Arme und den Kopf an der Figur zu Modellieren, daher Härte ich meistens den Torso mit den Beinen und Modelliere die Arme und den Kopf nachträglich, so das sie später einfach zusammen geklebt werden.

Das Modellieren



Jetzt beginnt der wichtigste Schritt. Beim Modellieren füllt ihr nun die Lücken des Grundgerüstes mit Modelliermasse aus. Danach trägt man weiteres Material auf um schon die ersten Ansätze des Körpers zu gestalten.

Zum Modellieren benutze ich Diverse Schnitzwerkzeuge, Gummipinsel und Holzstäbchen. Allerdings ist auf ein Bastelmesser nicht zu verzichten.

Die Modelliermassen



Die Modelliermasse Fimo bekommt man in fast jeden Bastelladen und kostet um die 2 Euro pro Block. Für eine ganze 1/6 Figur sind allerdings etwa fünf Blöcke von Nöten. Fimo ist ziemlich zäh, wenn ihr damit Arbeitet solltet ihr lieber Fimo Soft verwänden. Sculpey hingegen ist ein ähnliches Material, auch von der Verarbeitung her und kostet etwa 15 Euro, allerdings bekommt man dafür ein halbes Kilo und reicht dicke für noch ne weitere Figur aus. Beide Materialien härten erst im Ofen vollständig aus. Die Materialien werden auch mit dem befeuchten nicht mehr weich. Danach ist das weiterverarbeiten nur noch mit Bastelmesser und Schleifpapier möglich.

Das Grundgerüst



Das Drahtskelett ist ziemlich wabbelig man trägt daher die ersten Schichten Modelliermasse auf, außer an den Gelenken. Als Modelliermasse verwende ich Fimo Soft oder Sculpey, welches im Ofen gehärtet wird. Bei Fimo hat man nicht das Problem von Lufthärtenden Stoffen, die einfach nach der Aushärtung gerne mal zerbröseln.

Nach der Aushärtung im Ofen kann man die Figur nun wie eine Gliederpuppe in die Gewünschte Pose Biegen. Mann sollte sich dabei an seine gezeichneten Skizzen orientieren.

Das Skelett


Ich beginne immer mit dem Drahtskelett. Mit dem Drahtskelett legt man schon die Größe seiner Skulptur fest. Am einfachsten ist es man sucht sich aus dem Internet eine Anatomische Skizze. Ich benutze 1,5² Kupferdraht, den ich zur Verstärkung verzwirbel und nach dem Vorbild der Anatomischen Skizze verbiege.

Skizze

Als erstes sollte man unbedingt eine Skizze für seine Figur Zeichnen, um sich beim modellieren daran orientieren zu können. Bei meiner Miku habe ich es allerdings nicht gemacht, sondern mich nur an den zahlreichen Arts von ihr orientiert. Es ist natürlich besser, eine Skizze so anzufertigen, wie auch die fertige Figur aussehen soll.
Dieser Blog beschäftigt sich rund um das Thema Anime und Manga Merchandise, vor allem über die immer beliebter werdenden Anime Statuen.
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Das Modellieren von Anime Charakteren

Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit dem sammeln von Anime und Manga Skulpturen. Irgendwie bin ich darauf gekommen mal zu versuchen die kleinen Figuren auch selber zu modellieren. Ein Grund warum ich die Skulpturen selber mache war wohl auch, das sie recht teuer waren, Bzw. immer noch teuer sind und es gab bei weiten nicht jede Figur, die ich mir wünschte zu kaufen.

Heute muss ich sagen der damalige Gedanke selbst gebaute Skulpturen sind günstiger, stimmt heute gar nicht mehr. Im Gegenteil die Anschaffung von Materialien wie Modelliermasse, Werkzeugen und Farben schlägt doch sehr im Portmonee ein wie eine Bombe. Allerdings ist es auch gerade für Anfänger erstaunlich, das man mit gerade mal 15 Euro Investition und ein Paar Küchenwerkzeugen durchaus herrliche Mininaturen bauen kann.

Mein kleines Hobby sehe ich als eine Art von Entspannung an. Dabei macht das Bauen der Skulpturen mehr spaß, als der Anblick der fertigen Figur selbst.